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Diagonalreifen oder Radialreifen beim Motorrad

Redaktion Reifeninspektor · Zuletzt geprüft: · 4 Min. Lesezeit

Die Kurzantwort

Bei Diagonalreifen kreuzen sich die Lagen der Karkasse schräg, bei Radialreifen laufen sie quer zur Fahrtrichtung, stabilisiert von einem Gürtel. Die Bauart steht in der Größe: „–“ oder D für Diagonal, B für Diagonal-Gürtel, R oder ZR für Radial. Bei den Motorradreifen hier sind 52,8 % der Größenangebote Diagonalreifen.

Beim Auto ist die Frage längst entschieden, fast alle Pkw fahren Radialreifen. Beim Motorrad sieht es anders aus: Hier sind Diagonalreifen weiter verbreitet als jede andere Bauart.

Die drei Bauarten

Laut Wikipedia (Motorradreifen) unterscheiden sich die Bauarten im Verlauf der Cordlagen:

  • Diagonal: Die Lagen verlaufen in Winkeln deutlich unter 90 Grad zur Mittellinie der Lauffläche. Bei Motorradreifen ist das die häufigste Bauart.
  • Diagonal-Gürtel: eine Mischform. Die diagonale Karkasse ist von einem Gürtel umschlossen, dessen Lagen ähnlich schräg verlaufen.
  • Radial: Die Lagen laufen etwa im rechten Winkel zur Mittellinie, ein nicht dehnbarer Gürtel stabilisiert die Karkasse.

Die Bauart in der Größe erkennen

Größe (Beispiel)KennbuchstabeBauartAnteil hier
110/90-18– oder DDiagonal52,8 %
130/80 B17BDiagonal-Gürtel9,8 %
120/70 R17RRadial15,6 %
180/55 ZR17ZRRadial, für hohe Geschwindigkeiten21,9 %

Die Anteile zählen die einzelnen Größenangebote der Motorradreifen hier im Portal.

Was die Bauarten können

Für Reifen allgemein nennt Wikipedia (Radialreifen) bei Diagonalreifen eine hohe Stabilität und robuste Seitenwände. Im Gelände reinigt sich ihr flexibles Profil besser im Schlamm und passt sich Unebenheiten an. Dafür haben sie einen höheren Rollwiderstand und werden schneller warm. Radialreifen halten länger und bieten mehr Nassgriff und besseres Kurvenverhalten.

Welcher Reifen erlaubt ist

Die Antwort steht in den Fahrzeugpapieren. Laut Wikipedia müssen die Reifenangaben zur Zulassungsbescheinigung Teil 1 oder zum CoC-Papier passen. Manche Motorräder haben eine Reifenbindung an Hersteller und Modell. Ohne Bindung ist jede Marke möglich, solange die Maße stimmen. Herstellerbescheinigungen gelten laut der Quelle nicht für Reifen, die nach dem 31. Dezember 2019 hergestellt wurden.

So filtern Sie nach Bauart

In der Liste der Motorradreifen gibt es den Filter „Bauart“ mit Radial, Diagonal und Diagonal-Gürtel. Er prüft jede einzelne Größe: , , . Wie die übrige Größenangabe aufgebaut ist, erklärt Reifengröße lesen.

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Häufige Fragen zu Diagonal- und Radialreifen

Woran erkenne ich einen Radialreifen?

Am R in der Größe, etwa 120/70 R17 oder 180/55 ZR17.

Was bedeutet das B in 130/80 B17?

B steht für einen Diagonal-Gürtelreifen, eine Mischform aus diagonaler Karkasse und Gürtel.

Darf ich von Diagonal auf Radial wechseln?

Maßgeblich sind die Fahrzeugpapiere und eine mögliche Reifenbindung. Prüfen Sie dort, welche Reifen für Ihr Motorrad eingetragen sind.

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